Neuer Apostolischer Nuntius für Österreich kommt aus der Schweiz

Erzbischof Zurbriggen beerbt Erzbischof Farhat

 

 

WIEN, 13. Januar 2009 (ZENIT.org).- Der aktuelle Apostolische Nuntius in Litauen, Estland und Lettland, Erzbischof Peter Stephan Zurbriggen, wird neuer Vertreter des Heiligen Stuhls in Österreich. Wie die Apostolische Nuntiatur in Wien heute ankündigte, wird die Ernennung durch Papst Benedikt XVI. morgen, Mittwoch, vom Vatikan offiziell bekannt gegeben werden.

Erzbischof Zurbriggen, 65 Jahre alt und ein gebürtiger Schweizer, wird Erzbischof DDr. Edmond Farhat beerben, dessen altersbedingtes Rücktrittsgesuch bereits vor einigen Monaten vom Papst angenommen worden war. Über den Zeitpunkt der Amtsübernahme liegen derzeit noch keine Informationen vor.

Zurbriggen wurde am 27. August 1943 in Brig in der Diözese Sitten/Sion im Kanton Wallis geboren. Er trat 1975 in den Diplomatischen Dienst des Heiligen Stuhls ein. 1993 wurde er von Papst Johannes Paul II. zum Apostolischen Delegaten in Mocambique und gleichzeitig zum Erzbischof bestellt (seine Titular-Erzdiözese ist Glastonia). Seine Bischofsweihe empfing er am 6. Jänner 1994.

1996 wurde die Vatikan-Repräsentanz in Mocambique zur Nuntiatur aufgewertet. 1998 wechselte Zurbriggen als Nuntius in die Kaukasus-Republiken Georgien, Armenien und Aserbaidschan, 2001 in das Baltikum.

„Ich glaube, dass sich die Österreicher neu bewusst werden müssen, wie begnadet und reich beschenkt sie sind“, erklärte der scheidende Apostolische Nuntius Erzbischof Farhat im ZENIT-Gespräch. „Gott sei Dank ist Österreich schon viele Jahre vor einem Krieg verschont geblieben, was diesem Land einen großen wirtschaftlichen Reichtum verschafft hat. Mir tut es leid, wenn ich aber hier erlebe, dass sich manche Österreicher trotz all dieser schönen Tatsachen nur beklagen und nicht zufrieden sind. Meine Heimat, der Libanon, wird hingegen schon seit Jahrzehnten immer wieder von Kriegen heimgesucht. Die Menschen, die dort geblieben sind, haben aber die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht verloren und sind mit dem Wenigen, das sie haben, zufrieden und strengen sich an, damit es noch besser wird.“

In Österreich gebe es „verschiedene positiven Ansätze und Initiativen“, die „wie kleine Lichter“ seien, die man aber zusammenbringen müsse, „damit sie in die Weite leuchten können“. Zur Glaubensvertiefung bedürfe es „Zeit und Platz für Gott“. Deshalb sei es angebracht, sich im Lauf des Tages Zeiten zu nehmen, „um Ruhe und die Sehnsucht zum Schweigen wieder zu finden und Gott begegnen zu können“.

 

 

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